Die women&work steht jedes Jahr unter der Schirmherrschaft der "Female Patronage Group".

Einer Gruppe erfolgreicher Frauen aus unterschiedlichen Bereichen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, die stellvertretend die Vielfalt von unterschiedlichen Persönlichkeiten, Karrierewegen und Erfolgsmodellen repräsentiert.

Unser herzlicher Dank gilt den Frauen der "Female Patronage Group 2019", die mit der Bereitschaft zur Sichtbarkeit kraftvolle Akzente zur women&work setzen!

>> Das war die Female Patronage Group 2018

>> Das war die Female Patronage Group 2017

Botschaften zur women&work 2019

Dr. Ines P. Scheibe

Präsidiumsmitglied im Humanistischen Verband Deutschlands e.V.
Psychologin

Die immer schneller voranschreitende wissenschaftlich-technische Entwicklung erfordert zwingend und neu auch die Beantwortung der menschlichen Lebensfragen: Wie wollen wir Menschen leben, welche Relation soll zwischen Arbeit und Leben bestehen, welche Werte sind uns wichtig, welcher Verantwortung müssen wir gerecht werden? Diese Fragen sind mit zu denken, damit die Technik im positiven Sinne von der Menschheit genutzt werden kann. Frauen haben durch ihre Erziehung und vielfältigen Anforderungen in Erwerbs- und Familienarbeit besondere Kompetenzen und Potentiale dafür, die sie stärker als bisher bei der Entwicklung neuer Technologien und Beschäftigungsformen mit ihren gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen einbringen müssen. Das erfordert neben guter Bildung auch Anregung, Ermutigung, Unterstützung, Vorbilder, Vernetzung und Solidarität.

Die seit 2011 stattfindende women&work in Frankfurt ist ein sehr gutes und bewährtes Format. Im Dialog mit anderen Frauen, unterstützt durch Expertinnen können dort auch neue Perspektiven der Arbeit und des Lebens entworfen und entwickelt werden, die Technik und Mensch produktiv verbinden.


Prof. Dr. Anja Seng

Rektoratsbeauftragte für Diversity Management, FOM Hochschule
Regionalvorstand West, FidAR e.V. 

Gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen sollte in unserer Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit sein – sowohl in Führungspositionen als auch in öffentlichen Ämtern, der Gründungsszene, der Medizin und den unterschiedlichen Bereichen der Medien sowie in der Familie. Dafür bedarf es mutiger Frauen (und Männer), die ihre Stimme für eine solche Teilhabe erheben. Es bedarf Manager und Managerinnen sämtlicher Branchen, die sich dafür einsetzen, in ihren Verantwortungsbereichen Frauen zu fördern (und zu fordern). Und es bedarf des Engagements jeder einzelnen Frau, für ihre Ziele, Rechte und Pflichten einzustehen.

Die women&work bietet beste Rahmenbedingungen, das für den beruflichen Erfolg so wichtige Netzwerken aktiv zu betreiben und Kontakte zu knüpfen, die dann persönliche weitere Schritte ermöglichen. Nicht jede Frau muss Top-Managerin werden. Aber wer dieses Ziel hat, sollte es auch erreichen können.


Cornelia Rudloff-Schäffer

Präsidentin des Deutschen Patent- und Markenamts

Familie und Beruf unter einen Hut kriegen: Das dürfte vorerst ein Dauerbrenner der heutigen Arbeitswelt bleiben. Für immer mehr Männer, vor allem aber für hochqualifizierte Frauen wie Ingenieurinnen oder Naturwissenschaftlerinnen ist dieser Wunsch bei der Jobsuche mitentscheidend. Wie reagieren wir beim Deutschen Patent- und Markenamt darauf? Wir schaffen Bedingungen, die den Bedürfnissen gerecht werden. Mit Betriebs-Kita, Karrierechancen in Teilzeit und dem massiven Ausbau unserer Telearbeit (Homeoffice). Warum? Weil wir diese Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen dringend brauchen!

Auf der women&work verleihen wir unserer Überzeugung Ausdruck – und wollen so die Arbeitswelt von morgen mit voranbringen.


Prof. Dr. Silja Graupe

Mitbegründerin der Cusanus Hochschule in Bernkastel-Kues
Professorin für Ökonomie und Philosophie

"Menschlich(keit) studieren!“, lautet das Motto an der Cusanus Hochschule. Nicht etwa, weil es um Sozialpädagogik geht, sondern weil die großen Fragen nach Menschlichkeit in Zeiten schwerer wirtschaftlicher, politischer, ökologischer und kultureller Umbrüchen mitten hinein in Wirtschaft und Gesellschaft gehören. Menschen brauchen Orte, um bis tief in die Sinnfundamente des heutigen Wirtschaftens vorstoßen und dort die entscheidenden Fragen stellen zu dürfen; Fragen, die sie sodann nicht in fixe Antworten, sondern in Gestaltungsfelder verwandeln lernen. Ich bin tief überzeugt, dass Hochschulen diese Orte (wieder) bilden sollten!
Die großen Fragen der Menschlichkeit lassen sich allerdings nur menschlich angehen. Inhalt und Form gehören zusammen! Wir müssen heute noch nicht wissen, wie sich die großen Zukunftsfragen lösen lassen, aber wir sollten alles tun, um Orte wie die women&work zu schaffen, an denen Menschen ihr gesamtes Potential entfalten können, um sie anzugehen. Und hier sehe ich gerade die Stärke von uns Frauen: Nicht die Gegenwart überspringen, sondern im Hier und Jetzt Zeiten und Orte zu schaffen, aus denen das Neue konkret erwachsen kann.


Prof. Dr. Claudia Kemfert

Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e. V. 
Mitglied im Club of Rome Deutschland

Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. In der Praxis braucht es aber noch viele Anstrengungen, um theoretischen Anspruch und Wirklichkeit in Deckung zu bringen. Unfaire Auswahlkriterien, unbewusste Vorurteile, strukturelle Diskriminierung und gesellschaftliche ungleiche Rollenverteilungen jenseits der klassischen Erwerbsarbeit führen dazu, dass Frauen bis heute in der Arbeitswelt benachteiligt werden. Teilhabe, Einkommen und Führungsverantwortung sind immer noch ungleich verteilt. Damit sich das ändert, braucht es bewusste Maßnahmen unterschiedlichster Art – von gesetzlichen Quoten über Schulung und Weiterbildung bis zu wissenschaftlicher Forschung.

Die women&work ist für Unternehmen wie Besucherinnen ein wichtiger Ort, um eigene Ansprüche offen zu formulieren, sich wechselseitig kennenzulernen, aber auch in Frage zu stellen – um den Weg in eine wirklich gleichberechtigte Zukunft gemeinsam zu bewältigen.


Anja Hendel

Director Porsche Digital Lab

Initiativen wie women&work sind essentiell, weil Netzwerke uns die Chance geben, uns über Erfolg wie Misserfolg auszutauschen, Role Models wie Mentoren noch besser kennen zu lernen und die Arbeit von vielen inspirierenden Frauen sichtbarer zu machen. Ich möchte alle Frauen motivieren, ihrer Leidenschaft zu folgen, egal welche es ist. Indem wir unseren eigenen Weg gehen, werden wir selbst zu Vorbildern und zeigen gerade auch den Mädchen und jungen Frauen der nächsten Generation, dass alles möglich ist.


Prof. Dr. Jutta Rump

Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability
Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre
Mitglied der Kommission INQA

Die Arbeitswelt wird sich in Zukunft verändern. Neben der Digitalisierung nehmen die demografische Entwicklung, ökonomische Trends sowie der gesellschaftliche Wandel Einfluss auf die Art und Weise des Arbeitslebens und die Arbeitsbedingungen sowie auf den Arbeitskontext. Dabei ist zu berücksichtigen, dass diese Megatrends nicht nebeneinander stehen, sondern sich gegenseitig beeinflussen. Derzeit wird vor allem der Fokus auf Digitalisierung gelegt. Es ist zu beobachten, dass der digitale Wandel fast ausschließlich im Kontext von Technologie, Geschäftsmodell und Organisation diskutiert wird. Viele Unternehmen und Insitutionen scheinen zu unterschätzen: Technologische Innovationen, Geschäftsmodell-Innovationen und Organisations- Innovationen bedürfen IMMER sozialer Innovationen und sozialer Transformation. Der Einfluss der Digitalisierung im „System Arbeit“ muss also genauso mitgedacht werden.

Die women&work stellt eine gute „Plattform“ dar, um sich diesen Herausforderungen zu stellen.


Eva Wimmers

President Europe Huawei HONOR / VP HONOR Global

Kreativität ist die neue Währung. Wir bewegen uns wie viele andere auch in einem fast gesättigtem Markt. Kreativität als Treiber von Innovation z. B. in Produktentwicklung und Marketing ist daher von zentraler Wichtigkeit. Das kreative Potential, welches wir durch Gender und Kultur unserer Teams in die Waagschale legen, ist für mich der Erfolgsfaktor in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Darum sind Formate wie die women&work so wichtig geworden.

 

 


Viviane Reding

Member of the European Parliament
Former Vice-President of the European Commission

"Vielfalt am Arbeitsplatz sollte unsere erste Verteidigungslinie und unser größter Trumpf sein, um den Herausforderungen eines sich ständig wandelnden, rasanten, immer stärker globalisierten und digitalisierten Arbeitsumfelds gerecht zu werden. Seit neun Jahren spielt women&work dabei eine bedeutende Rolle. Sie dient als wichtige Plattform für den Informationsaustausch und leistet einen wertvollen Beitrag zur Schaffung eines besseren öffentlichen Bewusstseins. Europa winkt eine Dividende durch Vielfalt. Es ist höchste Zeit, sie freizusetzen."


Prof. Dr. Rita Süssmuth

Politikerin, Bundestagspräsidentin a.D.

Wir stehen vor einem großen Wandel in der Arbeitswelt und gerade in Zeiten der Veränderung haben sich Frauen stets bestens bewährt, da sie pragmatisch sind, ohne den Blick auf das Wesentliche zu verlieren. Dieser historische Wandel kann daher nur gelingen, wenn auch Frauen in angemessenem Maße - und zwar deutlich mehr als bisher - in diese Veränderungsprozesse mit eingebunden werden.
Wir müssen darum mehr denn je genau darüber sprechen, denn die Beteiligung von Frauen an der Digitalisierung ist derzeit marginal, sie liegt unter 10%! Die Zukunft darf nicht ohne weibliche Beteiligung geschrieben werden.
Unternehmen sollten daher verstärkt den Blick auf weibliche Potentiale richten und genau dazu bietet die women&work in Frankfurt eine sehr gute Gelegenheit. Hier werden gesellschaftliche Herausforderungen im gemeinsamen Dialog diskutiert, weibliche Potenziale gestärkt und Zukunftsperspektiven aufgezeigt. Wer (sich) verändern will, für den ist es wichtig, sich auszutauschen.

Die women&work ist dafür seit acht Jahren ein hervorragendes Forum.